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Bestimmungen für unbezahlten Vaterschaftsurlaub von bis zu vier Wochen innerhalb der ersten zwei Monate nach der Geburt eines Kindes sind ebenfalls in einigen Tarifverträgen enthalten (z. B. privater Bildungssektor, Bankwesen). In Österreich ist es nicht möglich, von Tarifverträgen abzuwählen, um Löhne unterhalb des tariflichen Niveaus zu zahlen. Der Tarifvertrag legt den Rahmen fest, in dessen Grenzen Arbeitsverträge über unternehmensspezifische Regelungen abgeschlossen werden können. Die so genannte “Verteilungsoption” berechtigt die Sozialpartner, sich auf eine Umverteilung eines bestimmten Betrags der Gesamtlohnsumme auf Unternehmensebene zu einigen. Dies kann vom Arbeitgeber flexibel auf bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern verteilt werden, und zwar nach bestimmten Kriterien, wie z. B. Ausgleich für sehr niedrige Einkommen, Prämien für hohe Leistungen oder Verringerung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles. In Bezug auf diese Verteilungsoption ist eine Ausnahmeklausel in den Tarifverträgen enthalten, die besagt, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das zu verteilende Volumen verringert oder auf Null gesetzt werden kann.

Eine geplante Pause (Ruhepause) von mindestens 30 Minuten wird gewährt, wenn die tägliche Arbeitszeit sechs Stunden überschreitet. Unter bestimmten Umständen (wenn dies im Interesse des Arbeitnehmers liegt oder aus betrieblichen Gründen erforderlich ist) kann die Ruhepause in zwei Teile von jeweils 15 Minuten oder in drei Teile von jeweils 10 Minuten aufgeteilt werden. Eine andere Aufteilung der Pause kann in einem Betriebsvertrag festgelegt werden. In Betrieben ohne Betriebsrat kann die Arbeitsaufsichtsbehörde auf Antrag eine andere Unterbrechungsteilung gewähren; Jeder Teil der Pause muss jedoch eine Dauer von mindestens 10 Minuten haben. Arbeiter, die nachts arbeiten, haben Anspruch auf eine zusätzliche 10-minütige Pause pro Nacht. Diese Pause wird auf die Arbeitszeiten (d. h. bezahlte) angerechnet, während die 30-minütige Pause für sechs Arbeitsstunden nicht auf die Arbeitszeit (d. h.

unbezahlt) angerechnet wird. Für Schichtarbeiter gelten besondere Vorschriften. Arbeitnehmer, die eine ununterbrochene Fortsetzung der Arbeit erfordern, sollen anstelle der oben genannten Ruhepausen “kurze Pausen von angemessener Dauer” erhalten. Solche kurzen Pausen sind auf die Arbeitszeit (d. h. die Entlohnung) anzurechnen. Die gesetzliche Arbeitszeitregelung in Österreich ist im Arbeitszeitgesetz (AZG) und im Restruhegesetz (ARG) festgelegt, das den rechtlichen Rahmen für die Arbeitszeitregelung festlegt. Nach diesen Gesetzen sind Abweichungen von den gesetzlichen Standards auf Branchen- und Unternehmensebene möglich, dies erfordert jedoch zunächst einen Branchentarifvertrag und auf dieser Grundlage einen Betriebsvertrag zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung. Daher bleibt die Arbeitszeit ein Thema in den Tarifverhandlungen. Dies gilt insbesondere seit den letzten Änderungen des Arbeitszeitgesetzes (AZG), die die Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitregelungen erhöht, deren Umsetzung tarifvertraglich vorbehalten und zuletzt (2018) die Höchstarbeitszeit von 10 auf 12 Stunden pro Tag und von 50 auf 60 Stunden pro Woche verlängert haben. “Wir erhöhen das Tempo, weil Amazon bis jetzt keine Einsicht zeigt und die Gesundheit der Mitarbeiter zugunsten des Profits gefährdet”, sagte Orhan Akman, bei der Gewerkschaft für den Einzelhandel und den Versandhandel zuständig. “Während Amazon am Prime Day die Schnäppchenjagd mit saftigen Rabatten anheizt, wird den Mitarbeitern ein existenzsichernder Lohn vorenthalten”, sagte Verdi-Einzelhandelsexperte Orhan Akman in einer Mitteilung.

Die Gewerkschaft Verdi rief zum 48-stündigen Streik auf, um die Tarifverhandlungen mit dem Einzelhandelsriesen “zu beschleunigen”. Die Gewerkschaft strebt seit langem einen Tarifvertrag für deutsche Amazon-Beschäftigte an. Die einseitige Kündigung (Kündigung) muss in Österreich nicht gerechtfertigt werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können ohne Angabe von Gründen von einem Arbeitsvertrag zurücktreten, der für eine unbestimmte Dauer geschlossen wurde. Die Kündigungsfrist, die sich auf die Betriebszugehörigkeit bezieht, ist einzuhalten (wie gesetzlich oder tarifvertraglich festgelegt).

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